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Die Waage
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Buttermarkt
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...de Prinz kütt (um 1930)
Schützenfest - Blick von Markt 5 zum Rathaus
- die Honoratioren auf dem Balkon
... Kirmes 1959
- auf den Ruinen des Rathauses ein Karussell
Gleiches Motiv wie oben, 1967/68
...und vierzig Jahre später
Verschiedene Großansichten alter Photos vom Markt mit altem und neuen Rathaus: KLICK

Stadtwaage, Gewandhaus und Rathaus

Ursprünglich waren es zwei Häuser. Näher am Markt - dem Mittelpunkt des freiluftigen Ge­schäfts­lebens - stand seit mindestens 1537 das Gewandhaus mit der Waage. Beides brauchte Dach und Fach: die Tuche und Leinenballen ebenso, wie unter dem Vorbau die Stadtwaage mit ihrem öffentlichen Zuverlässigkeitsanspruch.
Etwas weiter südlich - ungefähr gegenüber der Hl. Geist-Kapelle - stand das Rathaus, mit einem spitzen Glockentürmchen rittlings mitten auf dem Dach.
Dieser Bau stammte aus dem 15. Jh., war also ähnlich betagt wie das Gewandhaus. Auch in diesem Haus wurde gewogen, durch das Stadtgericht und mit der Waage der Gerechtigkeit.
Als sich Mitte des 18. Jh. die beiden Amtsgebäude vor Altersschwäche kaum mehr halten konnten, entschied sich die Stadtobrigkeit 1747/49 für den Neubau des zum Markt hin günstiger gelegenen Gewandhauses. In dieses neue Haus zog außer Waage und Wiegemeister auch der Rat ein. Das Gericht verlegte man in die Burg. Das Rathaus stürzte bald darauf – 1753 – ein und wurde nicht wieder aufgebaut.

Das nun vom Gewandhaus zum Rathaus „beförderte“ Gebäude tat seinen Dienst wiederum rd. 200 Jahre, bis es 1943 und 1945 durch Fliegerbomben getroffen und zerstört wurde. Nach dem Kriege fanden Rat und Verwaltung zunächst Unterkunft in der Horten - Villa gegenüber der Burg. Erst 1967, am 21. Mai, konnte die Stadtverwaltung wieder an den Markt zurückkehren, wo ein neues und größeres Rathaus entstanden war. Dieser moderne Arkadenbau beherrscht die ganze Ostseite des Marktplatzes.
Er fügt sich gut in das geschichtlich gewachsene Stadtbild ein.
Quelle: Radwanderweg-Niederrhein

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