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Thomasstraße ————————
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Kurkölnische Landesburg


Das von 1396 - 1400 errichtete Gebäude war ein steinernes Symbol für die Herrschaft seines Bauherrn, des Kölner Erzbischofs Friedrich von Saarwerden. Sein Kreuz-Wappen prangt heute noch über dem Eingang. Hier residierte als Stellvertreter des Landesherrn ein adeliger Amtmann, der im Frieden für Recht und Ordnung und für die Verteidigung des Kempener Landes im Kriege sorgte.
1634 wurde das mittelalterliche Kastell mit seinen Schießscharten und kleinen Luken durch den Einbau großer Fenster zum wohnlichen Schloss.
Deutlich zu erkennen ist noch die Einfassung der Zugbrücke, über die 1642 hessische Landsknechte nach der Eroberung der Stadt Kempen auch die Burg stürmten.
Von 1863 bis 1925 war hier das Gymnasium Thomaeum untergebracht. Davon kündet noch die Statue des Thomas von Kempen über dem Hauptportal.
Von 1929 bis 1984 diente die Burg als Sitz der Kreisverwaltung und enthält nach deren Umzug nach Viersen unter anderem noch das Kreis- und Stadtarchiv.
Textquelle: Stadt Kempen

Verschiedene Großansichten der Burg Anno Tobac: KLICK
Westseite: Süd/Ostseite: Nord-Ostseite:
Ihrer Bestimmung nach war sie sowohl Sitz der kurkölnischen Amtsverwaltung als auch Zitadelle der Stadt. Den Grundstein legte man zwar schon 1316. Der Bau, der heute noch in ihren Grundriss stehenden Burg, erfolgte aber erst ab 1396. Ringsum war das Areal von Wasser umgeben. Nach Nordosten hin war die Flanke der Burg durch einen Halbmond mit einer Bastion gesichert.
1634 wurde die Burg in ein bewohnbares Schloss umgebaut, damit fortan der Amtmann darin residieren konnte. Zuweilen nahm auch der Kurfürst selbst Wohnung auf der Burg, wenn er sich etwa zur Jagd im Kempener Land aufhielt.


Mit dem Einmarsch der Franzosen in den Niederrhein war es mit der fürstbischöflichen Herrlichkeit vorbei. 1807 kaufte der Krefelder Seidenfabrikant Peter von Loewenich das zum französischen Nationaleigentum erklärte Schloss. Es ging ihm dabei wohl mehr um eine Kapitalanlage, denn um Denkmalschutz. Denn das Bauwerk verkam nach und nach zu einer Ruine. Als dann das Gymnasium Thomaeum immer mehr in Raumnot geriet, erwarb die Stadt 1857 das Burggelände und machte unter weitgehender Verwendung der alten Gemäuer aus der Burg eine Schule.

Mit seiner späteren Verwendung als Kreishaus knüpfte der preußische Landrat also dort wieder an, wo einstmals sein kurkölnischer Vorgänger hatte aufhören müssen. Aber auch diese beziehungsreiche Verwendung war nicht von Dauer. 1984 verließ die Kreisverwaltung die Burg wieder und zog in die neue Kreisstadt Viersen.
Impressionen rund um die Burg, aufgenommen im Mai 2009: KLICK

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