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Die Turmwindmühle am Hessenwall
Im Jahre 1481 erbaut, diente die Turmmühle (ehemalige Getreidemühle) der sicheren Mehlversorgung im Falle einer Belagerung. In günstiger Windrichtung an der Südwestseite der Stadt entstand auf einer dreigeschossigen Unterbastion ein Mühlenturm mit einem Durchmesser von 8,70 Meter. Am 7. Februar 1642 schoss eine hessisch - französische Belagerungsarmee neben der Mühle eine Bresche in die Mauer und eroberte die Stadt. Die Namen "Hessenwall" und "Hessenring" erinnern heute noch daran. Zwischen 1773 - 1776 wurde die baufällig gewordene Wehrmauer abgebrochen und durch die hier noch stehende Schutzmauer ersetzt, um unliebsame Eindringlinge fernzuhalten. Mit den Trümmern füllte man den inneren Stadtgraben auf. Der Verlauf des Stadtgraben ist noch an der Vertiefung in der Grünanlage zu erkennen. So entstanden Grundstücke, die der Rat als Obst- und Gemüsegärten an die Bürger versteigerte. Der Erlös floss dem Vermögen des angrenzenden Straßenviertels zu.
Radierung von C. H. Stricker
Radierung von W. Schneppenhorst
Radierung von W. Schneppenhorst
Zeichnung von Alex Kleinertz, 1976
Seit 1966 hat die Mühle wieder ihre Flügel: